Samstag, 5. März 2016

Fair Isle Knitting - oder: wie ich das Stricken erneut für mich entdeckte

Ich erwähnte neulich ja schon, daß ich seit jeher immer lieber und in erster Linie gehäkelt habe.

Nun hat sich das geändert, durch 2 Ereignisse/Zufälle....aber ich fange mal von vorne an:

Im Herbst habe ich mir , bei der Vorbereitung zum Bau unseres XXL-Hochbeets, quasi einen Tennisarm zugezogen....beim Entasten unserer alten ,kugelartig gewachsenen Eibe, die genau dort stand, wo das Hochbeet mal stehen sollte bzw. nun steht es ja schon längst dank der unermüdlichen Energie und Liebe meines Mannes, der das ganz allein errichtet hat.

Ich wollte an einem nachmittag im Herbst meinem Mann Arbeit abnehmen und habe mit der Astschere alle Äste entfernt, damit er dann *nur noch* den Stamm samt Wurzel mit dem Mini-Bagger rausholen mußte.

Mein Arm fand die Hebelwirkung aber nicht so lustig, seitdem und trotz regelmäßiger osteopath.Behandlung macht mir mein Ellenbogengelenk und die eine Muskelpartie hin zum Handgelenk Probleme.

Leider auch beim Häkeln, denn durch die Drehbewegung der Nadel, wird genau die schmerzende Partie belastet.

Ich durfte einige Wochen sogar gar nichs handarbeiten,was aber ok war, da ich sowieso im weihnachtlichem Streß mit dem Shop war.

Dann aber juckte es mich ohne Ende , ich hatte schon damit geliebäugelt, vielleicht das Stricken auszuprobieren, denn Häkeln hatte ich getestest,und nein, es war einfach zu belastend.

Ich wollte aber keinen Gipsarm riskieren, also mußte ich wohl oder übel etwas anderes suchen oder aber es ganz sein lassen(bloß nicht!!!).

Wie der Zufall so will, bin ich auf facebook über eine Bekannte, die ich vom Perlenfädeln her kenne (http://zora-zauber.blogspot.de/), auf die Seite von Bianka Lengefeld-Krause gestoßen, sprich: emmas-wollwunder.de

Siggi(Zora-Zauber) hatte einen Workshop mitgemacht und sich eine wunderschöne Stola in der Fair Isle-Technik gestrickt.

Und  als ich las, daß die rund gestrickt wird, und dann aufgeschnitten(kreisch!!!!), war meine Neugierde sehr sehr sehr geweckt! Da hatte ich ja noch nie von gehört !

Also einige Tage viel im www gestöbert und ich war immer begeisterter, denn FairIsle ist ähnlich dem Jaquard-bzw.Norwegermusterstricken, hat aber einen eindeutigen Vorteil: die Fäden werden hinten verwebt, sodaß sich keine unschönen Spannfäden bilden, an denen man z.Bsp.bei Stulpen hängen bleiben kann. Und pro Reihe hat man nur 2 Farben, mit denen das Muster getrickt wird!

Viele Infos dazu findet ihr z.Bsp.hier:
 http://ulrike-strickt.de/Fair_Isle/fair_isle.html

Ich habe mir auch einige Bücher bestellt, zur Auswahl, Videos geguckt usw., um zu entscheiden, ob ich das probieren will oder nicht, die Entscheidung stand schnell fest, und da habe ich mir für den Start ein Set für dieses schönen Loop bei emmas-wollwunder gekauft:

 http://www.emmasmamaswollwunder.de/epages/64574625.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/64574625/Products/793

Ich habe mir die Farben passend zu dem Poncho einer Freundin ausgesucht, denn diese hatte bald Geburstag und sollte mein erstes Werk bekommen- et volià:


Ich finde ihn recht gut gelungen,auf der Wendeseite (also innen) hab ich ein bissel am Muster gepfuscht, weil das Muster nicht ganz glatt hinkommt, sonst wäre der Loop zu groß, wurde mir gesagt...ich habe so gut es geht versucht, das Muster anzupassen. Ok, es ist nicht perfekt, aber das ist eh nur die Innenseite und ich finde es aktzeptabel.
Es hat auch mega Spaß gemacht....ich muß aber sagen, die 2händige Stricktechnik ist nichts für mich, ICH verwende dafür viel lieber den Strickfingerring/Fingerhut mit 2 oder mehreren Ösen für das Garn  und habe beide Fäden auf der linken Hand, wie gewohnt.

Geplante Projekte habe ich hier  genug, Stulpen, Tücher usw...und auch schon jede Menge Wolle dafür. Nur ist mal wieder die liebe Zeit das größte Hindernis und die vielen anderen Verlockungen im Handarbeitsbereich, schäm.....sooo viel schönes kommt oft dazwischen, was frau machen möchte, nein MUSS!!! Kennt ihr das auch?

Jedenfalls muß ich sagen, das Stricken bereitet mir keine Probleme, weil man erstens ja 2 Nadeln hat , mit denen gearbeitet wird , die Drehung wie beim Häkeln fällt dabei auch weg....das macht meinem Arm nichts aus, juhu....

So kam es also, daß ich nun durch meinen Arm und em Zufall zur begeisterten Strickerin  mutiert bin, die am liebsten den ganzen Tag kaum etwas anderes machen würde und leider nie genug Zeit dafür hat und sich sehr einen 72 Stunden wünscht...nicht nur zum Stricken allerdings!!!

Ich stricke gern mit Rundstricknadeln, wo es geht, und ich stricke auch lieber rechts als links, weil mir das Maschenbild einfach besser gefällt und es auch sauberer aussieht...aber gut, das ist Übungssache und bei einigen Projekten sieht links gestrickt bzw.kraus rechts auch einfach gut aus.

Mit den Steeks beim FairIsle Stricken wird es sicher noch dauern, bis ich mir DAS wirklich zutraue und einfach drauf los schneide....aber ich schätze, da werde ich auch sicher erst einmal einen Kurs bei Bianka machen...die wohnt nicht soooo weit weg von uns und solch einen Kurs würde ich sehr gerne demnächst auch besuchen!

So, nun wißt ihr also, wie ich zum Stricken kam!!! Seid gespannt auf weitere Werke, ich bin es auch!






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